19.05.2012

Nasenverkrümmung - Nasenscheidewandoperation sinnvoll?

Eine Nasenscheidewandoperation wird durchgeführt, wenn Patienten unter einer starken Verkrümmung der Nasenscheidewand (Nasenseptum) leiden. Die Verkrümmung führt zu Komplikationen bei der Nasenatmung und kann angeboren oder durch äußere Einwirkung entstanden sein. Durch den Eingriff wird die Krümmung korrigiert und die Behinderung der Nasenatmung beseitigt.

Die Verkrümmung der Nasenscheidewand kann sich in einer Vielzahl von Beschwerden äußern:

Häufiges Nasenbluten, eingeschränktes oder fehlendes Riechvermögen, Schnarchen, verstärkte Mundatmung, häufige Beschwerden durch Entzündungen im Bereich des Mittelohres, der Nasennebenhöhlen, des Halses oder der Bronchitiden, Verstopfung der Nase.

In der Mehrzahl der Fälle führt die Korrektur der Nasenscheidewand zu einer Verbesserung des Gesundheitszustands des Patienten.

Ablauf des Eingriffs:

Der Eingriff erfolgt prinzipiell durch die Nasenlöcher und wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt. Äußerlich sichtbare Schnitte sind nicht nötig. Zunächst wird die Nasenschleimhaut vom Septum abgetrennt, die verkrümmten Teile werden eingeschnitten und geradegerückt oder das Septum wird herausgelöst und in begradigter Form wieder eingesetzt. Danach wird die Schleimhaut wieder angesetzt, die Schnitte werden vernäht und die Operationsstellen mit speziellen Folien fixiert und in Form gehalten. Der Blutfluss wird durch eine Nasentamponade mit Verbandsmaterial gestillt. Da es viele unterschiedliche Arten der Verkrümmung gibt, variieren auch die Operationstechniken sehr stark. Aufgrund der Vollnarkose und der pflegeintensiven Nachbehandlung ist aber in der Regel ein mehrtägiger stationärer Krankenhausaufenthalt nötig. Bis zur vollständigen Heilung müssen zwei bis drei Wochen eingerechnet werden.

Risiken und Nebenwirkungen:

Neben den bei chirurgischen Eingriffen unter Vollnarkose grundsätzlich möglichen Nebenwirkungen wie Nachblutungen und Unverträglichkeiten kann es zu Blutergüssen unter dem Septum kommen, was einen erneuten operativen Eingriff nötig macht. Im Extremfall ist es möglich, dass Blutgerinnsel entstehen, die eine Embolie verursachen. Ferner kann es zu Beeinträchtigungen des Riechvermögens oder der Gesichtsnerven kommen. (Gefühllosigkeit). Auch Kopfschmerzen und Nasennebenhöhlenentzündungen können die Folge sein, in einigen Fällen entsteht auch ein Loch in der Nasenscheidewand. Die meisten Operationen verlaufen jedoch ohne Komplikationen.