19.05.2012

Heilungsverlauf und Einschränkungen

Im Alltag werden Sie einigen Einschränkungen begegnen, die Sie akzeptieren sollten, wenn Sie einen guten Heilungsverlauf begünstigen möchten. Sie können nämlich unheimlich viel selbst dazu beitragen, wie erfolgreich sich das Ergebnis der Operation gestaltet. Dazu müssen Sie nur einige Verhaltensmaßregeln befolgen.

Zu den wichtigsten dieser Regeln gehört zu allererst, dass Sie Ihre operierte Nase nicht ständig anfassen oder gar daran herumhantieren. Das Verschieben der Knochen wird dadurch begünstigt, wodurch das Endergebnis beträchtlich beeinflusst werden kann. Gleiches gilt bei der Nahrungsaufnahme. Wenn Sie zu Hause angekommen sind und die Anspannung von Ihnen abfällt, wird sich bald das Hungergefühl bemerkbar machen. Schließlich müssen Sie die Operation unter Vollnarkose nüchtern antreten. Bedenken Sie dabei bitte, dass anstrengendes Kauen ebenfalls das Verschieben der Knochen begünstigen kann. Es empfiehlt sich daher in den ersten Tagen die Nahrung in Form von kleinen Häppchen, Suppen oder püriertem Essen aufzunehmen. Nehmen Sie täglich ausreichend Wasser oder Tee über einen Strohhalm zu sich.
Am Tag der Operation gilt es, egal ob Sie sich noch im Krankenhaus oder schon zu Hause befinden, Bettruhe zu bewahren. Der Oberkörper sollte dabei möglichst hoch gelagert werden. Sie werden sich nach dem Eingriff matt und kaputt fühlen und sind eventuell auch noch nicht ganz sicher auf den Beinen. Daher empfiehlt es sich, den Partner oder eine/n Freund/in zumindest in der ersten Nacht bei sich zu haben. Kühlen Sie Ihre Nase mit Kühlpacks und einem Handtuch dazwischen. Der Heilungsverlauf wird dadurch gefördert und die Schmerzen und Schwellungen treten schneller ab.

Schmerzmittel sollten nur nach ärztlicher Verschreibung eingenommen werden. Auch nach der Operation dürfen keine Blutgerinnungshemmenden Medikamente (Aspirin, Thomapyrin, ASS) eingenommen werden. Dadurch können Blutungen entstehen. Genauso wie auch vor der Operation sollten Sie außerdem auch während der Nachsorge etwa zwei Wochen lang nicht rauchen oder Alkohol zu sich nehmen.
Unsere Nase ist sehr empfindlich, daher sollten Sie in den ersten Tagen wenig sprechen, lachen oder andere Gesichtsbewegungen ausüben.

 

 

Dazu gehören auch das Ausschnauben der Nase oder das Niesen mit dem offenen Mund. Eine weitere Einschränkung müssen Sie beim Duschen in Kauf nehmen. In den ersten Tagen nach der Operation dürfen Sie nicht Duschen (nach Absprache mit dem Arzt können Sie eventuell die Körperregion ab der Brust abwärts abduschen) oder sich die Haare waschen. Nach der Nasenkorrektur dürfen Sie zwei Monate lang keine Brille tragen. Dies könnte auf der Nase eine Art Delle hervorrufen. Abgesehen davon dürfen Sie erst nach etwa vier Wochen wieder anfangen, Sport zu betreiben. Aber auch hierbei gilt, auf die Empfehlungen des Arztes zu hören. Außerdem sollten Sie eine direkte Sonnenbestrahlung der Nase vermeiden. Die Tamponaden werden in den meisten Fällen etwa nach drei bis fünf Tagen vom Arzt vorsichtig entnommen. Anschließend müssen Sie die Nasenschleimhaut mit speziellen Ölen, Cremes oder Sprays pflegen. Diesbezüglich wird Ihr Arzt Ihnen ein entsprechendes Mittel verschreiben. Zu guter Letzt sei gesagt, dass Sie Ihre Termine für die Nachsorgeuntersuchungen unbedingt wahrnehmen sollten. Auch wenn Sie denken, dass Sie keine Probleme haben, muss der Arzt kontrollieren, ob sich eventuell Spätfolgen andeuten.